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Hl. Johannes
der Täufer (29. August)
Es gibt im
Kalender nur zwei Heilige, deren
Geburtstage gefeiert werden. Bei
allen anderen ist der jeweilige
Todestag der Termin für das
Gedenken an diese Menschen.
Und diese beiden sind Maria, die
Mutter Jesu, und der hl.
Johannes der Täufer. Das ist
schon ein Hinweis auf die große
Bedeutung dieses Johannes.
Heute begehen wir allerdings
seinen Todestag, ja wir feiern
ihn. Denn der Todestag eines
Menschen ist - dem christlichen
Glauben entsprechend - der
eigentliche Geburtstag in die
Ewigkeit hinein. Unser Leben
hier auf der Erde ist lediglich
ein Trainingslager für die
Ewigkeit.
Johannes der Täufer gehört
streng genommen noch nicht zu
den christlichen Märtyrern, weil
er ja der Vorläufer Jesu war,
der über ihn, Johannes, nur das
Beste sagen konnte: "Amen, das
sage ich euch: Unter allen
Menschen hat es keinen größeren
gegeben als Johannes den Täufer"
(Mt 11,11).
Johannes als Bindeglied zwischen
dem Alten und dem Neuen
Testament. Er ist der letzte und
größte Prophet, also einer, der
im Namen Gottes den Messias
angekündigt hat.
Er persönlich lebte äußerst
bescheiden. In der Bibel lesen
wir, dass er von Heuschrecken
und wildem Honig gelebt hat. Un
er war unbequem wie alle jene,
die die Menschen mahnen und zur
Umkehr aufrufen.
Das wollen die Wenigsten hören.
Und auch nicht Herodias, die
Frau des Königs Herodes. Sie ist
die Ursache für den gewaltsamen
Tod des Johannes.
Fast jeder kennt den Namen
Salome, die Tochter der Herodias
aus ihrer Ehe mit dem Bruder des
Königs.
Das war ja auch der Grund für
die Mahnung des Johannes an den
König: Er dürfe Herodias nicht
zur Frau haben, denn sie sei ja
die Frau seines Bruders.
Deshalb hasste Herodias den
Johannes, Herodes selbst
schätzte und schützte ihn, bis
zu dem unseligen Tanz der Salome
bei einem Fest.
Herodes war von ihr so
fasziniert, dass er ihr, wohl
auch unter Alkoholeinfluss,
alles versprach, was sie sich
wünschte.
Da machte die Mutter Salomes den
grausigen Vorschlag: Verlange
auf einer Schüssel den Kopf des
Johannes. Herodes hatte
geschworen, er musste - so
glaubte er zumindest - den
Schwur halten. Wie oft wird auch
heute der Kopf eines anderen
gefordert, um eigene Schuld los
zu werden.
Aber so einfach geht das nicht.
..mit freundlicher Genehmigung
aus dem Buch "Ernstfall Glauben"
von Dr. Anton Gölles
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Steckbrief von
Hl. Johannes der Täufer
Prophet, Märtyrer
geb. 24. Juni 1 v. Chr. in "Ein Kerem" bei
Jerusalem in Israel - gest. nach
29 Jahren in Jerusalem in Israel
Namenvarianten:
Jochanan, Hans, Jean, Giovanni
Festtermin:
24. Juni; 29. August; 17. Dezember; 6.
Jänner; 24. Februar; 11. März
Namensdeutung:
Gott ist gnädig (hebr.)
Symbole:
Lamm, Schafbock (Widder), Fellkleid,
Muschel, Schüssel (mit Kopf), Stab
Mythologische Funktion:
Wasserheiliger, Fruchtbarkeits- und
Lichtheros, Mittler beim Jüngsten Gericht,
Patron der Hirten, Bauern, Winzer, Wirte,
Tänzer, Musiker ...
Parallelen zu:
Apollon, Belenus, Cernunnos, Dagda, Georg,
Michael
Zugehörige:
Wilbeth, Katharina, Anbeth, Margaretha,
Borbeth, Barbara
Verehrungsorte:
Florenz, Amiens, die St. Johann-Orte
Alpine Verbreitung:
Ende des 13. Jahrhundert |