Pfarre St. Johann im Saggautal Pfarrpatron: Johannes der Täufer

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Johannes, der erste Spender der Taufgnade

Bedenkst du, was für einen großen Menschen sich Gott zum ersten Spender dieser Gnade (der Taufe) erwählt hat?

  • Einen, der ohne Besitz war und die Wüste liebte, doch nicht die Menschen verachtete:
  • Einen, der Heuschrecken aß und seiner Seele Flügel wachsen ließ;
  • Einen, der sich von Honig ernährte, der aber Worte, süßer und heilsamer als Honig, sprach;
  • Einen, der mit einem Gewand aus Kamelhaaren bekleidet war und der das Vorbild der Askese in seinem Leben darstellte.

Er wurde vom Heiligen Geist geheiligt, als er noch im Leib der Mutter war. Nur Johannes hüpfte vor Freude im Mutterleib, und wenn er auch nicht mit leiblichen Augen den Herrn sah, so erkannte er ihn doch im Geiste.

Cyrill von Jerusalem (386), 3. Taufkatechese

Es gibt im Kalender nur zwei Heilige, deren Geburtstage gefeiert werden. Bei allen anderen ist der jeweilige Todestag der Termin für das Gedenken an diese Menschen.
Und diese beiden sind Maria, die Mutter Jesu, und der hl. Johannes der Täufer. Das ist schon ein Hinweis auf die große Bedeutung dieses Johannes. Heute begehen wir allerdings seinen Todestag, ja wir feiern ihn. Denn der Todestag eines Menschen ist - dem christlichen Glauben entsprechend - der eigentliche Geburtstag in die Ewigkeit hinein. Unser Leben hier auf der Erde ist lediglich ein Trainingslager für die Ewigkeit. Johannes der Täufer gehört streng genommen noch nicht zu den christlichen Märtyrern, weil er ja der Vorläufer Jesu war, der über ihn, Johannes, nur das Beste sagen konnte: "Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer" (Mt 11,11). Johannes als Bindeglied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Er ist der letzte und größte Prophet, also einer, der im Namen Gottes den Messias angekündigt hat.

Er persönlich lebte äußerst bescheiden. In der Bibel lesen wir, dass er von Heuschrecken und wildem Honig gelebt hat. Un er war unbequem wie alle jene, die die Menschen mahnen und zur Umkehr aufrufen. Das wollen die Wenigsten hören. Und auch nicht Herodias, die Frau des Königs Herodes. Sie ist die Ursache für den gewaltsamen Tod des Johannes. Fast jeder kennt den Namen Salome, die Tochter der Herodias aus ihrer Ehe mit dem Bruder des Königs. Das war ja auch der Grund für die Mahnung des Johannes an den König: Er dürfe Herodias nicht zur Frau haben, denn sie sei ja die Frau seines Bruders. Deshalb hasste Herodias den Johannes, Herodes selbst schätzte und schützte ihn, bis zu dem unseligen Tanz der Salome bei einem Fest. Herodes war von ihr so fasziniert, dass er ihr, wohl auch unter Alkoholeinfluss, alles versprach, was sie sich wünschte. Da machte die Mutter Salomes den grausigen Vorschlag: Verlange auf einer Schüssel den Kopf des Johannes. Herodes hatte geschworen, er musste - so glaubte er zumindest - den Schwur halten. Wie oft wird auch heute der Kopf eines anderen gefordert, um eigene Schuld los zu werden.

Aber so einfach geht das nicht.

..mit freundlicher Genehmigung aus dem Buch "Ernstfall Glauben" von Dr. Anton Gölles

Steckbrief von Hl. Johannes der Täufer

Prophet, Märtyrer
geb. 24. Juni 1 v. Chr. in "Ein Kerem" bei Jerusalem - gest. 29 jhrig in Jerusalem
Namenvarianten
Jochanan, Hans, Jean, Giovanni
Festtermin
24. Juni; 29. August; 17. Dezember; 6. Jänner; 24. Februar; 11. März
Namensdeutung
Gott ist gnädig (hebr.)
Symbole
Lamm, Schafbock (Widder), Fellkleid, Muschel, Schüssel (mit Kopf), Stab
Mythologische Funktion
Wasserheiliger, Fruchtbarkeits- und Lichtheros, Mittler beim Jüngsten Gericht, Patron der Hirten, Bauern, Winzer, Wirte, Tänzer, Musiker ...
Parallelen zu …
Apollon, Belenus, Cernunnos, Dagda, Georg, Michael
Zugehörige
Wilbeth, Katharina, Anbeth, Margaretha, Borbeth, Barbara
Verehrungsorte
Florenz, Amiens, die St. Johann-Orte
Alpine Verbreitung
Ende des 13. Jahrhunderts

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