Der den gleichen architektonischen Aufbau wie der ihm gegenüberliegenden Marienaltar besitzende Kreuzaltar wurde auch zur selben Zeit vom selben Bildhauer verfertigt. Die Darstellung des Gekreuzigten wird links von der Muttergottes, der als sichtbarer Hinweis auf ihren Schmerz über den Tod des Sohnes ein Schwert das Herz durchbohrt und rechts vom hl. Johannes Evangelist flankiert; den Kreuzesstamm umfasst die kniende Büßerin Maria Magdalena.
Im Aufsatz Gott Vater umgeben von Engeln.
Im Aufsatz Gott Vater umgeben von Engeln.
Weitere Seitenfiguren sind links der hl. Apostel Judas Thaddäus, mit seinem häufigsten Attribut, der Keule, und dem seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zusätzlich hinzukommenden Attribut eines Porträtmedaillons mit Christi Zügen. Dieser Apostel, über dessen Leben eigentlich wenig bekannt ist und dessen Kult seit dem Ende des 19. Jahrhunderts intensiv beginnt, wird als Patron in besonders schweren und ausweglosen Anliegen angerufen.
Rechts der hl. Apostel Matthias, der neben dem Buch als individuelles Attribut ein Beil erhielt, das auf die Art seines Martyriums hinweisen soll. Über diesen Apostel weiß man ebenfalls nicht viel. Er gehörte ursprünglich nicht zu den Zwölf, sondern wurde durch Losentscheidung an Stelle von Judas Iskarioth in die Reihe der Apostel aufgenommen (Apg. 1, 15-26).
Rechts der hl. Apostel Matthias, der neben dem Buch als individuelles Attribut ein Beil erhielt, das auf die Art seines Martyriums hinweisen soll. Über diesen Apostel weiß man ebenfalls nicht viel. Er gehörte ursprünglich nicht zu den Zwölf, sondern wurde durch Losentscheidung an Stelle von Judas Iskarioth in die Reihe der Apostel aufgenommen (Apg. 1, 15-26).



