Pfarre St. Johann im Saggautal Die Kanzel

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Dehio datiert die Kanzel in das 2. Viertel des 18. Jahrhunderts, was durch eine Notiz aus dem Jahre 1734 über Ausgaben an einen Tischler in Leibnitz für "die neue Canzl" unterstützt wird. Sie wurde dann ebenfalls von der alten Kirche in die neue übertragen.
Im Jahre 1805 ist nach einer Aufzeichnung im Diözesanarchiv die als "in ältestem Geschmacke erbaut, ganz morsch und zum Teil auch wirklich verfallen" beschriebene Kanzel repariert worden.
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Am Kanzelkorb befinden sich Kartuschen mit Darstellungen von Jesus und den vier Evangelisten, die jeweils an ihren Attributen erkennbar sind.
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Matthäus mit dem Engel
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Lukas mit dem Stier hält zusätzlich noch ein Bild der Muttergottes mit dem Kind in Händen, was auf die in seinem Evangelium vorkommende Kindheitsgeschichte hinweist
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Markus mit dem Löwen
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Johannes mit dem Adler sowie außerdem noch mit Kelch und Schlange.
Diese beiden letzte Attribute weisen auf die Legende hin, dass der Evangelist, als man ihm die Entscheidung ließ, entweder Götzen zu opfern oder Gift zu trinken über den Kelch mit dem Gift ein Kreuzzeichen machte, das Gift darauf als Schlange entwich und er unbeschadet trank
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Auf dem Schalldeckel Kartuschen mit Abbildungen der vier abendländischen Kirchenväter. Zwei von ihnen sind durch ihre Attribute eindeutig zu identifizieren.
Von links:
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Papst Gregor der Große, der das Papstkreuz neben sich hat und als besonderes Attribut die Taube, weil in deren Gestalt sein Schreiber den hl. Geist neben Gregor gesehen haben soll
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Hieronymus, als Kardinal mit an der Wand hängendem Kardinalshut dargestellt. Obwohl dieser das Amt eines solchen Kirchenfürsten niemals bekleidete, wird er auf Grund seiner Tätigkeit als Sekretär von Papst Damasus I. seit dem 13. Jahrhundert oft als Kardinal abgebildet.
Hieronymus übersetzte die Heilige Schrift in die lateinische Sprache (Vulgata).
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Die weiteren zwei lateinischen Kirchenväter, die Heiligen Ambrosius und
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Augustinus sind in den Abbildungen auf dem Schalldeckel nur als Bischöfe, was sie beide auch waren (Ambrosius in Mailand und Augustinus in Hippo, in Nordafrika), aber ohne ihre speziellen Attribute, den Bienenkorb für Ambrosius und das brennende Herz für Augustinus, dargestellt.
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Der Schalldeckel wird von einer Statue des Johannes des Täufers, der auf ein zu seinen Füßen liegendes Lamm zeigt, bekrönt.
Hier ist auf die Szene in Johannes 1,29 hingewiesen, in der Johannes der Täufer, als er Jesus auf sich zukommen sieht, auf diesen zeigt und zu den Umstehenden sagt:
"Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt".

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